Die hochmoderne und innovative da Vinci®-Medizintechnik setzt neue Maßstäbe bei der chirurgischen Präzision und der Schonung unserer Patientinnen und Patienten.

Das da Vinci®-System – Entwicklung & Hintergründe

Die US-Army und die Anfänge der Roboterchirurgie

Entwickelt worden ist das da Vinci®-System in den 1980er-Jahren von Medizintechnikern der US-Armee. Der Roboter sollte es Chirurgen möglich machen, in Krisengebieten weit entfernt von amerikanischen Spezialkliniken ferngesteuert zu operieren.

Im militärischen Bereich erreichte das System nie Anwendungsreife, doch nur wenige Jahre später sollte es einen Siegeszug in der zivilen Anwendung finden. 2008 wurden in den USA bereits 77% aller Prostataoperationen mit dem robotergestützten da Vinci®-System des Unternehmens Intuitive Surgical durchgeführt und zählt damit in Nordamerika längst zum anerkannten Behandlungsstandard.

Die Anfänge der roboterassistierten Chirurgie in Deutschland

In Deutschland hat sich das da Vinci®-System dagegen lange Zeit schwer getan, Anhänger zu finden. Die hohen Anschaffungskosten des Systems und die steile Lernkurve für den Operateur und sein Team schreckten Ärzte und Krankenhäuser ab. Einer der ersten Anwender hierzulande waren Mediziner aus dem St. Antonius-Hospital Gronau, Dr. Jörn Witt, die sich in den USA an dem System ausbilden ließen und mit dem dort gewonnenen Know-How den da Vinci® am St. Antonius-Hospital Gronau ab 2006 zum OP-Standard erhoben.

„It’s the team, not the machine“

Inzwischen hat das OP-Team in Gronau über 7.000 Operationen mit dem da Vinci® absolviert. Mit zunehmender Erfahrung konnte man nicht nur OP-Zeiten spürbar verkürzen sondern auch Komplikationen noch weiter reduzieren.

Auch wenn die Zahl der da Vinci® Roboter in Deutschland inzwischen erheblich gestiegen ist (zurzeit sind ca. 70 Systeme im Einsatz), gibt es in ganz Europa nur wenige Kliniken, die diese Technologie nicht nur angeschafft haben sondern auch umfassend beherrschen. Denn: „Die Investition in einen da Vinci® Roboter ist die eine Sache. Es hat sich aber auch gezeigt, dass die Operateure, das OP-Team und die gesamte Klinik einen erheblichen Lernprozess durchlaufen müssen, bis sie diese Technik auch wirklich beherrschen,“ erklärt Georgios Stamatelos. In diversen medizinischen Studien hat man inzwischen herausgefunden, dass die Vorzüge der roboterassistierten Chirurgie erst dann zum Tragen kommen können, wenn der Operateur und sein Team über ein erhebliches Maß an Training und Erfahrung mit dieser Methode verfügen.

Denn trotz High-Tech und modernen Verfahren weiss man in Gronau, was am Ende doch das Wichtigste in der Medizin ist:

„It’s the team, not the machine“ – Auf das Team in der Klinik kommt es letztlich an, nicht auf Maschinen und Technik.

Patienten-Concierge

Doris Noetzel

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Doris Noetzel
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